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vertreten durch
Harald Oberrenner  - Verwaltungsdirektor i. K.
Schrammerstraße 3 / III - V
80333 München
 




Pressebericht zum Wechsel des Schulträgers

Ansprache Dr. Reiter



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Verehrte Mater Provinzoberin, Mater Oberin, hochwürdigster Herr Domkapitular Prälat Pfanzelt, Ehrwürdige Schwestern, verehrte Gäste, Eltern, Kollegen und Schülerinnen

zu Beginn eines Jahres verehrten die Römer eine altitalische Gottheit, der das Tor oder der Torbogen geweiht war. Auf der Statue auf dem Forum trug sie zwei Gesichter, eines nach rückwärts, eines nach vorne gewandt. Wir verehren zwar heute keine römischen Gottheiten mehr, aber wir durchschreiten heute auch ein Tor, gemeint ist aber nicht nur der Schritt in ein neues Jahr nach unserem Kalender, sondern wir erleben auch einen für unsere Schule hochbedeutsamen Wechsel der Trägerschaft. An einem solchen Tag gilt es deshalb in erster Linie die Schwestern zu grüßen. Schwester Meinrada als letzte Oberin hat die Last der Übergabe getragen und sicher viel Kraft investiert, Sie Schwester Ortrudis waren über 2 Jahrzehnte die Schulleiterin dieser Schule und haben Sie geprägt. Liebe Schwestern, Ihr Herz ist heute schwer, sehen Sie doch hier auch das Ende einer langen Epoche. Vielleicht spüren Sie aber auch eine gewisse Erleichterung, dass das von Ihnen Geleistete nicht zu Ende geht, sondern in neue Hände gelegt wird, die es weiterführen und erhalten werden. Damit bin ich bei Ihnen, Herr Prälat Pfanzelt, bei Ihnen Herr Verwaltungsdirektor Oberrenner und Ihrer Mitarbeiterin Frau Ertl. Als Leiter der Verwaltung sind Sie Herr Oberrenner unser direkter Mitarbeiter und Ansprechpartner in vielen organisatorischen und finanziellen Fragen. Sie dürfen Entscheidungen treffen, die auch wir akzeptieren müssen. Ich bin sicher, wir werden gut miteinander auskommen. Ihr Wort im letzten Herbst von dem Edelstein, der diese Schule sei und der eben jetzt auch von der Erzdiözese als einen hohen Wert angesehen wird, hat uns gut getan. Ich hoffe, Sie müssen nie von Edelstein zu Halbedelstein abstufen. Wir wollen uns Mühe geben, dass der Glanz nicht verbleicht.

Zu einem solchen Ereignis, das wir heute begehen, lädt man sich gewichtige Zeugen ein. Wir treffen uns nicht im Hinterzimmer. Ich darf zunächst die Vertreter des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, die leitenden Ministerialräte Schmid und Stützel und die beiden Ministerialbeauftragten Spreng und Meßmann begrüßen. Üblicherweise schaffen kirchliche Schulen Ihnen, meine Herren, nicht die größten Probleme. Wir gelten als kooperativ und auch als brav. Ob es immer stimmt, lasse ich dahin gestellt. Bitte vergessen Sie uns aber deshalb nicht. Die Personalprobleme unserer Schulen – Sie kennen die Gründe – lassen sich ohne Sie für uns nicht lösen. Und wenn es bisweilen in Ihrem Haus heißt, dass Ihnen das Hemd doch näher sei als die Jacke (das Hemd sind die staatlichen, die Jacke die kirchlichen und anderen privaten Schulen), darf man, um im Bild zu bleiben, doch in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, dass die Jacke mehr schmückt und wärmt als das Hemd, länger hält als das Hemd, da dies öfters gewaschen werden muss und damit irgendwann auch an Glanz verliert. Jenseits dieses Bildes genügt ein Blick sowohl ins Grundgesetz als in die Bayerische Verfassung, welchen Wert von Verfassungsrang die privaten Schulen in Deutschland haben und entsprechend gefördert werden müssen, wollen sie ihrem Auftrag gerecht werden. Helfen Sie uns bitte mit, dass alle für den Finanzminister so lockenden Überlegungen, den Zuschuss an uns weiter zu kürzen, in Ihrem Haus auf heftigen Widerstand stoßen. Willkommen bei uns!

Ich grüße die Elternbeiräte unserer Schulen mit ihren beiden Vorsitzenden Herrn Mittelhammer und Herrn Neumeyer. Wir haben in den Jahren aus meiner Sicht ausgezeichnet zusammengearbeitet. Dies wird sicher auch so bleiben, unabhängig von einem Wechsel der Trägerschaft. Wir freuen uns, dass Sie heute auch bei uns sind.

Willkommen sind uns die Vertreter aus dem Vorstand unseres Fördervereins. Sie haben in den letzten Jahren Maßgebliches geleistet. Bitte lassen Sie in diesen Anstrengungen nicht nach. Der Wechsel zu einem neuen Träger heißt nicht, dass das Füllhorn der Erzdiözese sich über uns ausgießt und keine Förderung eines Vereins, wie Sie ihn gegründet haben, deshalb überflüssig wird.

Ich grüße Sie, lieber Herr Dr. Hatzung als den Direktor des Katholischen Schulwerks. Sie leisten Wesentliches auch für diese Schule. Wir sind Ihnen dankbar dafür und wünschen Ihnen bei all den Gesprächen mit den staatlichen Stellen und den politischen Repräsentanten viel Erfolg in unseren Anliegen. Die Gabe dazu haben Sie gewiss.

Ich grüße unser Lehrerkollegium, unsere pädagogischen Mitarbeiter im Tagesinternat, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer Verwaltung. Sie wissen, dass ohne sie diese Schule nichts wert wäre. Ihre Arbeit und ihr Einsatz verdienen allen Respekt und alle Hochachtung.

Wenn ich jetzt unsere Schülerinnen grüße, heißt das nicht, dass sie am Ende erst erwähnt werden würden. Im Gegenteil, Ihr seid die Wichtigsten im ganzen Schulbetrieb. Ohne Euch gäbe es noch nicht einmal Lehrer, bräuchten wir keinen Schulträger, stünde hier vielleicht eine Fabrik oder sonst etwas, auf keinen Fall aber eine Schule. Von daher seid Ihr ganz ganz wichtig für uns.

Zunächst muss es erlaubt sein, wie Janus zurückzublicken, in das Alte, Vergehende, deshalb nicht Vergessene oder weniger Geschätzte, nicht einfach Zurückgelassene. 1627 gründete Maria Ward in München in der heutigen Weinstraße diese Schule, sie war die erste Mädchenschule in München, im Konzept selbst für heutige Begriffe modern. Drei Fremdsprachen lernten die Mädchen, sie mussten ein Instrument spielen, Tanzen und Theater standen auf dem Programm. Händeringend wurden Lehrerinnen gesucht, in diesem Falle für Deutsch. Wie sich die Bilder damals und heute gleichen! Die Mädchen sollten auch von der Bildung her zu gleichwertigen Partnerinnen des Mannes werden, dies war das erklärte Ziel. In diesen Jahrhunderten – wie sollte es anders sein – gab es gute und schlechte Zeiten. Die erste Krise nach dem Tod Maria Wards war während der Besetzung durch schwedische Truppen und durch die Pest im Dreißigjährigen Krieg zu bestehen. Weggejagt wurden die Schwestern von der Säkularisation. 1835 holte König Ludwig sie wieder nach München. Seitdem ist Nymphenburg nicht nur Schulort, sondern lange Sitz des Generalat, später Provinzialats. Die Nazis schlossen die Schule, doch kurz nach dem Krieg packten die Schwestern wieder an, eröffneten ihre alte Arbeitsstätte wieder, leer, keine Bücher, fast nichts war noch da. Es gab in all dieser Zeit Jahre auch Niederlagen, aber sub specie aeternitatis war es doch eine einzige Erfolgsgeschichte. Welche Opfer haben die Schwestern für ihre Schule gebracht! Stolze Gebäude wurden errichtet, dieses Haus ist auch ein Beleg dafür, 1911 fertiggestellt. Man gab alles für die Schule, wie es in den Konventen aussah, wusste kaum jemand, es musste gespart und oft auch gehungert werden. Die Schülerinnen merkten nichts davon. Als ich in Landau in der Pfalz anlässlich einer Beerdigung am Gemeinschaftsgrab der Schwestern stand, fiel mir auf, wie in den 20er und noch 30er Jahren auf den Grabsteinen Ordensfrauen aufgezeichnet waren, die kaum älter als 30 Jahre, zum Teil noch weniger werden durften. Ich war erschrocken. Auf meine Frage nach dem Grund erfuhr ich die Antwort. Die Schwestern schliefen auch im Winter in ungeheizten großen Schlafsälen, oft waren sie unterernährt, die Tuberkulose fand ihre Opfer, da hier eine Ansteckung kaum zu vermeiden war. Es galt Schulden zu begleichen, wurde doch erst kurz vorher das zweite große Gebäude mit einer auch sehr schönen Aula errichtet, gleiches gilt auch für München.
Liebe Sr. Ortrudis, darf ich sagen, was Sie mir erzählt haben? In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts saßen die jungen Schwestern oben auf der Terrasse unserer Schule und zupften verwertbare Inhalte aus alten Matratzen heraus, um andere zu füllen, getreulich nach dem Rezept: aus drei mach eins. Geld für neue Matratzen war nicht da, es gab auch noch kein Privatschulgesetz, die Schwestern trugen die Last, von Spendern und Gönnern unterstützt, mutig und getreu ihrem Auftrag.

Um nicht nur Bedrückendes zu erwähnen, eine kleine Anekdote. Die Schwestern wussten, ich darf es in Anführungszeichen setzen „ihren Mann zu stellen“. Als im Landauer Kloster die Schwestern merkten, dass es nachts in ihrem Gemüse- und Obstgarten ungebetene Gäste gab, welche im Sommer die reifen Früchte und das Gemüse stahlen, versteckte sich eine Schwester eines Nachts, nur mit einem Knüppel bewaffnet, im Gartenhaus. Die erste Nacht blieb ruhig, doch an Schlaf war nicht zu denken. In der zweiten Nacht aber stiegen die Diebe wieder über die Zäune und wollten ihre mitgebrachten Säcke und Körbe füllen. Soweit man es im Dunkel sah, waren es sechs junge Männer. Schwester Bertilia, so hieß die Nonne, nahm all ihren Mut zusammen, stürzte schreiend, den Holzknüppel schwenkend, aus dem Gartenhaus auf die Eindringlinge zu. Die Diebe sahen in der Nacht nur die schwarze Gestalt, die auf sie zugerannt kam, ihr Herz fiel ihnen in den Hosenboden. Säcke und Körbe blieben auf der Erde liegen, ihre Besitzer rannten weg, kletterten über den Zaun, einer zerriss sich dabei noch die Hose, wie von Furien gejagt eilten sie davon. In diesem Sommer gab es keine Obst- und Gemüsediebe mehr im Klostergarten. Sage noch einer, Maria-Ward-Schwestern seien nicht lebenstüchtig.

Nun muss eine Engführung vermieden werden, Maria-Ward-Schwestern wurden nicht allein wegen ihrer Bescheidenheit, ihrer Opferbereitschaft und ihres Muts gefragt und geschätzt, sie lebten selbst ein Erziehungskonzept vor und vermittelten es glaubwürdig. Großartige Erzieherinnen hat dieser Orden hervorgebracht. Viele ließen sich nennen. Ich darf nur wieder einen Namen nennen, der stellvertretend für Unzählige stehen mag. Mater Immolata Wetter, sie starb vor wenigen Wochen kurz vor ihrem 92. Lebensjahr, war Lehrerin bis zur Auflösung der Schule in der Nazizeit. Eine hochgebildete, warmherzige, gütige Frau, Historikerin von hohem Rang, bei all dem bescheiden, die bei ihren Schülerinnen so beliebt war, dass viele ihrer Ehemaligen noch bis zu ihrem Tod, also über 60 Jahre nach Ende der Schulzeit, Kontakt zu ihr hielten, ihr schrieben und sie in Augsburg besuchten. Das dürften nur wenige Erzieherinnen und Lehrer erleben. Ich habe Mater Immolata vor allem in Rom schätzen gelernt. Wenn man sie im Kreis ihrer Mitschwestern erlebte, staunte man immer wieder auch über ihre Freundlichkeit, dann vor allem über ihre Sprachbegabung. Sprach sie mit mir verständlicherweise in unserer Muttersprache, wandte sie sich ohne Umschweife an andere in Italienisch, Spanisch, Französisch, Englisch und Portugiesisch, ohne zu zögern, ohne Interferenzen gelang ihr das, zumindest habe ich sie nicht bemerkt. Ich glaube, sie hat auch noch als ältere Dame Tschechisch gelernt, weil sie während der Zeit als Generaloberin in Zivil in die damals noch unter kommunistischer Herrschaft stehende Tschechoslowakei reiste, um dort zerstreut oder nur in kleinen Gruppen lebende Schwestern zu besuchen, ihnen Mut zu machen, sie auch finanziell zu unterstützen. Wie sie das Geld hinüberbrachte, blieb ihr Geheimnis.

Dieser Dreiklang: begeisternde Erzieherinnen, mutige Frauen, bescheidene und bedürfnislose Schwestern kennzeichnen die Geschichte dieses Ordens, das Leben getragen von einer tiefen Frömmigkeit, die immer wieder in Notlagen Halt und Zuversicht schuf. Ihnen, verehrte Schwestern, gilt heute für diese schwierige, gleichzeitig so erfolgreiche Arbeit unser ehrliches und großes Dankeschön. Ich darf Maria Ward selbst zitieren, die ihr Lebenswerk in einem Satz, der heute noch genauso gilt, beschrieb: „Ich sehe in unserem Institut mehr, als ich sagen kann. Und ich weiß ganz genau, dass mehr darin enthalten ist, als ich sehen kann.“ Im Namen des Kollegiums, der Eltern und der Schülerinnen dürfen wir Ihnen heute versprechen, dass wir ihren Erziehungszielen treu bleiben werden.
Kehren wir zum Eingangsbild zurück, zu Janus, der Gottheit mit den zwei Gesichtern. Haben wir in aller Kürze und Dankbarkeit zurückgeblickt, so gilt es jetzt, ein paar Sätze an das in die Zukunft gerichtete Gesicht dieses Gottes zu formulieren.

Hochwürdiger, lieber Herr Prälat, lieber Herr Oberrenner, Sie beide repräsentieren den neuen Schulträger heute. Ahnen Sie, worauf Sie sich eingelassen haben? Der päpstliche Nuntius in Köln Caraffa äußerte sich über Maria Ward, ihr Werk und damit auch über ihre Schulen folgendermaßen: „Sie ist Unkraut im Garten der Kirche.“ Unkraut wohlgemerkt. Der Satz ist wahrscheinlich 1630 geschrieben, in der größten Krise im Leben dieser Frau, also nicht ganz aktuell mehr, dennoch kann er anregend sein. Wer definiert, was Unkraut ist? Kann eine blühende Löwenzahnwiese nicht auch vom Ästhetischen gefallen? Gibt es nicht eine Menge Tiere, die sich dort Nahrung und damit Leben suchen und finden? Sollte Unkraut der Gegenbegriff zu dem mit der Nagelschere kurz geschorenen Rasen sein, dann wünsche ich jungen Menschen nicht die Erfahrung des Letzteren. Sicher, Unkraut kann auch stören. Ist Stören aber nicht oft ein Ansatz zu produktivem, innovativem Denken? Josef Grisar , der Biograph Maria Wards und ihres Instituts, sprach von dem uralten Problem in neuer Form, das sich so oft in der Menschheits- und Kirchengeschichte wiederholt hat; „Es ist der Kampf zwischen Fortschritt und Beharren, zwischen freiem Voranarbeiten und Gebundenheit an die Autorität, zwischen Offenbarung und den Buchstaben des kanonischen Rechts.“ Maria Ward war sicher keine Revolutionärin, aber in der Spannung der beiden Konstanten menschlicher Geschichte gab sie dem Neuen den Vorrang. Gab die Zeit ihr nicht Recht? Ich bin überzeugt, dass sich diese Spannung auch heute im pädagogischen Feld zeigt, ja zeigen muss. Bewahrung des Bewährten, aber auch Offenheit für das Neue. Mir ist klar, damit kann man anecken, die Kräfte des Beharrenden sind oft sehr stark. Und gewiss ist nicht alles Neue deshalb besser, weil es neu ist. Dennoch: Wer junge Menschen, die in eine offene Zukunft hin leben, begleiten will, wird auch in einer kirchlichen Schule offen sein für die Zukunft, damit für Ungewohntes. Maßstab für unser Tun ist der liebende Gott, der uns in Jesus Christus begegnet. Wahrhaftig, Jesus ist nicht der Vertreter des schlechthin Üblichen und Altgewohnten. Offenheit im Pädagogischen fordert auch Freiheit. Freiheit kann Angst machen, das wissen Eltern und Erzieher gut genug. Sehr geehrter Herr Prälat, wir bitten Sie um diese Freiheit, die Maria-Ward-Schulen immer auszeichnete, auch für unsere Zukunft. Nochmals, es geht nicht um Zügellosigkeit, Libertinage. Wenn Augustinus in seinem Traktat über die Schule die Heiterkeit des Lehrers als Voraussetzung für den gelingenden Unterricht fordert, geht es wieder um dasselbe Stichwort. Heiter kann nur der sein, der sich frei weiß. Der so oft geschundene und missverstandene Satz dieses Heiligen: „Liebe und tue dann, was du willst.“ ist nicht deshalb falsch, weil er oft missbraucht wurde. Liebe verstehen wir nicht als Selbstliebe, als Konsum, sondern als Sich Vrschenken. Josef Piper nannte es einmal: „Liebe sagt: Es ist gut, dass es dich gibt.“ Dies sollte die Grundhaltung jedes Pädagogen sein, bei aller Begrenztheit, die wir auch immer schmerzlich erfahren. Wir versuchen es an unserer Schule und hoffen fest, ja ich bin sicher, dass Sie als neuer Schulträger es mittragen werden. Wir kennen uns noch nicht so gut. Dennoch wir vertrauen Ihnen, vertrauen auch Sie bitte uns. Der jetzige Münchner Kardinal, damals noch Bischof von Speyer, sagte mir bei meiner Einführung 1977 in Landau: „Primo anno occulus“. Im ersten Jahr, so müsste man es übersetzen, bleiben sie Beobachter, wachsam, ohne schnelles Urteil. Gönnen wir uns dieses eine Jahr dieses freundlichen und vertrauensvollen Beobachtens und Begleitens, ohne schon jetzt Entscheidungen über die künftige Struktur dieser Schule zu schaffen. Sie haben als Schulträger von bisher 19 Schulen eine Menge Erfahrung gesammelt. Und dennoch ist jede Schule wieder anders, hat ihre eigene Geschichte, ihre Schwerpunkte, sicher auch ihre Grenzen.

Geben wir uns um einer guten Zukunft dieser Schule und damit ihrer Schülerinnen willen die Hand. Ich hoffe, wir werden Sie nicht enttäuschen. Ich darf Josef Piper noch einmal zitieren: „Wie gesagt, es ist gut, dass es dich gibt.“ Wir sind heilfroh, dass es Sie gibt als neuen Schulträger. Ich wünsche uns, dass Sie nach einem besseren Kennenlernen dasselbe sagen.
Ich danke Ihnen.

Copyright © 2010 Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg