SMV-Seminar
Auch in diesem Jahr fuhren die Klassensprecherinnen unserer Schulen gemeinsam mit ihren Schulsprecherinnen, den AG-Leitungen und den Verbindungs- und Betreuungslehrern ins Jugendhaus Josefstal, um drei Tage lang gemeinsam zu arbeiten, zu diskutieren, zu planen und zu lachen. Am Ankunftstag staunten wir nicht schlecht über die winterliche Landschaft, die uns am Schliersee Mitte Oktober erwartete. Wenn wir dieses Wetter doch nur einmal zu Weihnachten hätten…
Den ersten Abend verbrachten wir mit unterhaltsamen Kennenlernspielen, denn wir wollten schließlich wissen, mit wem wir es zu tun haben würden.
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Die eigentliche Arbeit begann am folgenden Morgen nach einer Nacht, die offensichtlich bei einigen recht kurz ausgefallen war. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe beschäftigte sich intensiv mit dem Teil des Themas Kommunikation, der für Klassensprecherinnen besonders wichtig ist, nämlich dem Moderieren. Das Moderieren, das Leiten eines Gesprächs oder einer Diskussion scheint für viele das Schwierigste zu sein, was es im Bereich der Kommunikation zu bewältigen gibt. Tatsächlich sind dort sehr viele Dinge gleichzeitig zu tun. Man muss stimmlich, sprachlich und nonverbal entschieden auftreten und – ganz wichtig – zuhören. Nach einigen grundsätzlichen Überlegungen konnten alle in kleineren Gruppen ausprobieren, experimentieren und variieren. Dabei fanden wir erstaunliche Dinge über uns und andere heraus.
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Die andere Hälfte von uns besuchte währenddessen das Markus-Wasmeier-Bauernhaus- und Skimuseum, in dem alte Bauernhöfe aus der Gegend wiederaufgebaut wurden und auch noch werden. Unsere beiden Führer berichteten uns vom sehr einfachen Leben und der oft schweren Arbeit auf einem traditionellen Bauernhof, aber auch von der Bedeutung und Stellung innerhalb einer Dorfgemeinschaft, die die verschiedenen Handwerker, wie z.B. Schuhmacher, Schmied oder Schnapsbrenner innehatten. Ganz nebenbei erfuhren wir, wo Redewendungen wie "den Löffel abgeben", "etwas auf die hohe Kante legen" oder "der Ofen ist aus" herkommen.
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Vollgestopft mit Wissen, aber völlig durchgefroren fielen wir im Anschluss im
museumseigenen Wirtshaus ein, um uns mit leckeren Heißgetränken wieder auf
Betriebstemperatur zu bringen. Die verbleibende Zeit bis zum Mittagessen
verbrachten wir in kleinen Arbeitsgruppen, in denen wir uns über verschiedene
Aspekte des Schullebens Gedanken machten.
Am Nachmittag tauschten beide Gruppen ihre Aktivitäten.
Ein bunter Abend rundete den arbeitsreichen Tag ab.
Am Freitag nach dem Frühstück trafen sich alle zu einer kurzen Runde im großen
Saal, in der sich die Schulsprecherinnen, die AG-Leiterinnen und die
potentiellen Kandidatinnen für das Schulsprecherinnen-Amt vorstellten.
Anschließend verteilten wir uns wieder in kleinere Arbeitsgruppen, in denen wir
uns mit der Planung der SMV-Arbeit für das neue Schuljahr beschäftigten. Wir
entwickelten Ideen fürs Unterstufenfest, den Maiball und den SMV-Shop. Außerdem
verständigten sich Klassensprecherinnen, die neu in ihrem Amt sind, über ihre
Aufgaben. Angeregt von dem, was wir im Kommunikationsseminar am Vortag gelernt
hatten, überlegten einige von uns, wie wir die Kommunikation an unserer Schule
noch verbessern können und gründeten spontan die Kommunikations-AG.
Nachdem alle Gruppen ihre Diskussionsergebnisse präsentiert hatten, kamen wir
noch zu einer kurzen Andacht in der Hauskapelle zusammen. Dann ließen wir uns
das Abschiedsessen schmecken. Anschließend brachen wir wieder nach München auf,
um die Eindrücke der ereignisreichen Tage erst einmal in Ruhe zu verarbeiten.
So sieht übrigens der Mann aus, dem die Schülerinnen ihr Vertrauen als
Verbindungslehrer geschenkt haben:
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