COMPASSION 2006
Unser
Sozialpraktikum vom 06.02.– 17.02.2006
Vierzehn Tage vor
Beginn äußern sich Schülerinnen über ihr bevorstehendes Praktikum:
Martina:
Ich
freue mich auf mein Compassion, da ich den Umgang mit behinderten
Menschen nicht kenne. Es gibt mir einen Einblick in die soziale
Berufswelt. Ich hoffe, dass es so wird, wie ich mir es vorstelle, und
dass ich schlimme Situationen bewältige.
Tabitha:
Wenn
ich an mein Praktikum im Altenheim denke, habe ich gemischte Gefühle,
da mir gesagt wurde, dass es nicht immer einfach ist, zu den Leuten
Vertrauen aufzubauen, weil ich ja eine fremde Person für sie bin.
Aber andrerseits freue ich mich schon sehr auf selbstständige Arbeit.
Es wird sicher eine ganz neue Erfahrung für mich werden.
Denise:
Ich
freue mich sehr auf mein Praktikum, da ich auf die neuen Erfahrungen
gespannt bin. Früher habe ich öfters mit unserem Nachbarskind mit
Downsyndrom gespielt. Ich rechne aber auch mit Problemen, die ich
hoffentlich mit Unterstützung meiner Eltern und meines Mentors in den
Griff bekommen werde.
Kathrin:
Ich
bin schon sehr gespannt und freue mich auf mein Praktikum im
Kindergarten. Zweifel, dass ich das nicht schaffen werde, habe ich
eigentlich nicht. Ich lasse das alles auf mich zukommen.
Franziska:
Wenn
ich an Compassion denke, freue ich mich auf die Zeit in dem
integrierten Kindergarten, denn so lerne ich mit behinderten Kindern
umzugehen, was mir momentan noch schwer fällt. Auch ist es etwas
anderes als Schule, denn ich muss mich nicht noch zum Lernen
hinsetzen, wenn ich abends nach Hause komme.
Während des Praktikums sagen
Eltern ihre Meinung über Compassion.
Einige
Eltern sehen den Aspekt des "Arbeitens" im Gegensatz zum
"Lernen".
"...
Es ist schon gut, wenn meine Tochter die Berufswelt nicht nur aus der
Sicht der Eltern kennenlernt, sondern ihre eigenen Erfahrungen
sammelt. ..."
"...
Da sieht sie einmal, wie es ist, wenn man sich nach einem langen
Arbeitstag noch um die täglichen Pflichten kümmern muss. ..."
Im
Vordergrund steht auch bei den Eltern der soziale Gesichtpunkt:
"..
Der Kontakt mit Menschen, die oft aus Bequemlichkeit nicht
wahrgenommen werden, ist sehr wichtig. ..."
"...
Für meine Tochter ist es eine wertvolle Erfahrung, sich in die
Bedürfnisse anderer hinzuversetzen. ..."
"...
Für meine Tochter war es überraschend, wie viel Lebensfreude die
behinderten Kinder im Integrationskindergarten haben, dass sie die
gleichen Probleme und Glücksmomente haben wie 'normale' Kinder und
mit welcher Selbstverständlichkeit sie ihre Behinderung akzeptieren.
..."
Das
Compassionteam bedankt sich bei allen Eltern für die Unterstützung
und dabei vor allem für die Zeit, die die Eltern ihren Töchtern für
Gespräche über das Praktikum zur Verfügung standen.
Ein
wichtiges Anliegen ist uns nicht nur aktuelle Erfahrung, sondern die
Nachhaltigkeit.
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