Compassion

Unser Compassionprojekt der Realschule ist mittlerweile fester Bestandteil des Schullebens in der 9. Klasse und prägt unser Schulprofil entscheidend mit.

ausgezeichneter Entwurf für ein Logo des Compassionprojektes von 
Jennifer Schulz und Julia Türck, damals R 9 a, 2000

COMPASSION
 

Ein Sozialprojekt zur Verknüpfung von schulischem Lernen und praktischer Erfahrung

„Sieh hin --- und Du weißt!“

 ( Hans Jonas)

Die Erfahrung von menschlichem Mitgefühl als Basis für die Entstehung der Bereitschaft zu Solidarität, Kooperation und Hilfsbereitschaft im Sozialen

 

Um diese für das Zusammenleben von Menschen notwendige Erfahrung zu ermöglichen, hat die Maria–Ward-Realschule in München-Nymphenburg das Compassion-Projekt zu einem festen Bestandteil ihres Schulprofils gemacht. 

COMPASSION ist zum einen ...

ein Sozialpraktikum, das den Schülerinnen ein Lernen durch Erleben ermöglichen soll. Der Lernort Schule wird für den Zeitraum von zwei Wochen verlassen und durch die konkrete Mitarbeit in einer sozialen Einrichtung ersetzt. Die Jugendlichen lernen dabei in Behinderteneinrichtungen, Altenheimen, Krankenhäusern oder Sozialstationen nicht nur Menschen kennen, deren Leben anders verläuft; sondern sie lernen Selbstverständliches anders zu sehen, sowie eigene Fähigkeiten und Grenzen zu entdecken. 

COMPASSION ist zum andern ... 

ein Praktikum, das eng mit dem Unterricht verbunden ist: Im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht werden geeignete lehrplanbezogene Inhalte aufgegriffen um das Praktikum vor- und nachzubereiten. Die Schule stellt, in Zusammenarbeit mit den Schülern, die Kontakte zu den Arbeitsstellen her und betreut durch Lehrer als Mentoren die Jugendlichen während der Praktikumszeit. Im Rahmen eines strukturierten Nachbereitungstages werden im direkten Anschluss an das Praktikum in der Schule Erfahrungsaustausch und Reflexion ermöglicht.

 

COMPASSION 2007

Unser Sozialpraktikum vom 05.02.– 16.02.2006

Ein erster ausführlicher Praktikumsbericht  
als PDF-File
(1,7 MByte)

Ein zweiter ausführlicher Praktikumsbericht  
als PDF-File
(0,8 MByte)

Link zu Adobe, um den Reader herunterzuladen.

 

 

Weitere Erfahrungen aus Schülerinnensicht

Im Februar 2007 machten wir Schülerinnen der 9. Klassen ein 14-tägiges  Sozialpraktikum, das bei uns an der Realschule seit Jahren unter der Bezeichnung Compassion Projekt durchgeführt wird.

Das Wort Compassion leitet sich aus dem Lateinischen “Compatior” das bedeutet  Mitleid haben ab. Dieses Projekt ist nicht als  Berufspraktikum gedacht, sondern wir sollten Erfahrungen machen können, wie es ist, mit hilfsbedürftigen Menschen umzugehen. Dabei konnten wir uns selbst auch besser kennen lernen.

Jeder von uns musste sich seinen Praktikumsplatz selbst suchen. Wir arbeiteten dabei unter anderem in Krankenhäusern, Geburtskliniken, Gehörlosenschulen, Altenheimen und in Integrationskindergärten.

Für uns war dies eine wertvolle Erfahrung, da wir sowohl Freude wie auch Leid mitbekamen und erlebten, dass unsere Hilfe gebraucht und dankbar angenommen wurde.

Ich beispielsweise arbeitete in einer privaten Frauenklinik, in der ich sehr freundlich aufgenommen wurde.

Ich denke, jeder von uns möchte diese Erfahrung nicht missen!

Anna Hegmann

 

 

COMPASSION 2006

Unser Sozialpraktikum vom 06.02.– 17.02.2006

Vierzehn Tage vor Beginn äußern sich Schülerinnen über ihr bevorstehendes Praktikum:

Martina:

Ich freue mich auf mein Compassion, da ich den Umgang mit behinderten Menschen nicht kenne. Es gibt mir einen Einblick in die soziale Berufswelt. Ich hoffe, dass es so wird, wie ich mir es vorstelle, und dass ich schlimme Situationen bewältige.

 

Tabitha:

Wenn ich an mein Praktikum im Altenheim denke, habe ich gemischte Gefühle, da mir gesagt wurde, dass es nicht immer einfach ist, zu den Leuten Vertrauen aufzubauen, weil ich ja eine fremde Person für sie bin. Aber andrerseits freue ich mich schon sehr auf selbstständige Arbeit. Es wird sicher eine ganz neue Erfahrung für mich werden.

 

Denise:

Ich freue mich sehr auf mein Praktikum, da ich auf die neuen Erfahrungen gespannt bin. Früher habe ich öfters mit unserem Nachbarskind mit Downsyndrom gespielt. Ich rechne aber auch mit Problemen, die ich hoffentlich mit Unterstützung meiner Eltern und meines Mentors in den Griff bekommen werde.

 

Kathrin:

Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf mein Praktikum im Kindergarten. Zweifel, dass ich das nicht schaffen werde, habe ich eigentlich nicht. Ich lasse das alles auf mich zukommen.

 

Franziska:

Wenn ich an Compassion denke, freue ich mich auf die Zeit in dem integrierten Kindergarten, denn so lerne ich mit behinderten Kindern umzugehen, was mir momentan noch schwer fällt. Auch ist es etwas anderes als Schule, denn ich muss mich nicht noch zum Lernen hinsetzen, wenn ich abends nach Hause komme.

 

Während des Praktikums sagen Eltern ihre Meinung über Compassion.

 

Einige Eltern sehen den Aspekt des "Arbeitens" im Gegensatz zum "Lernen".

 

"... Es ist schon gut, wenn meine Tochter die Berufswelt nicht nur aus der Sicht der Eltern kennenlernt, sondern ihre eigenen Erfahrungen sammelt. ..." 

 

"... Da sieht sie einmal, wie es ist, wenn man sich nach einem langen Arbeitstag noch um die täglichen Pflichten kümmern muss. ..."

 

Im Vordergrund steht auch bei den Eltern der soziale Gesichtpunkt:

 

".. Der Kontakt mit Menschen, die oft aus Bequemlichkeit nicht wahrgenommen werden, ist sehr wichtig. ..."

 

"... Für meine Tochter ist es eine wertvolle Erfahrung, sich in die Bedürfnisse anderer hinzuversetzen. ..."

 

"... Für meine Tochter war es überraschend, wie viel Lebensfreude die behinderten Kinder im Integrationskindergarten haben, dass sie die gleichen Probleme und Glücksmomente haben wie 'normale' Kinder und mit welcher Selbstverständlichkeit sie ihre Behinderung akzeptieren. ..."

 

Das Compassionteam bedankt sich bei allen Eltern für die Unterstützung und dabei vor allem für die Zeit, die die Eltern ihren Töchtern für Gespräche über das Praktikum zur Verfügung standen.

 

 

Ein wichtiges Anliegen ist uns nicht nur aktuelle Erfahrung, sondern die Nachhaltigkeit.

 

Kontakt: mailto:compassion@maria-ward-schulen.de

Links zum
Schulprofil
und zur
Compassionseite der Fachschaft Religion mit Bildern vom Projekt der G 11

 

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