Facharbeiten
Stephanie Korte
Die Bayerische Tracht
im Wandel der Zeit
Als Münchner Kindl kommt man schon sehr früh mit der Tracht in Berührung und gerade in der jetzigen Zeit wird es wieder modern, sich in Tracht zu kleiden, vor allem zur Oktoberfestzeit. Doch eigentlich weiß man selber sehr wenig über die Tracht, über ihre Ursprünge, ihre Veränderungen und die Einflüsse der Mode im Laufe der Zeit. Meine Facharbeit beschäftigt sich mit genau diesen Fragen, um die Hintergründe unserer Bayerischen Kleidertradition aufzudecken.
In der Entwicklung der Tracht, ist sie anfangs nur die Kennzeichnung der Standeszugehörigkeit und macht dadurch die Zusammengehörigkeit einer bestimmten Gruppe deutlich. Mit der Zeit wird die Tracht der Inbegriff für die regionale Zuordnung einer Gemeinschaft und verkörpert zunehmend die Gesellschaftsschicht der Bauern, da sich gerade diese Gruppe vom Adel und dessen Lebensweise absondert.
Die Tracht kann sich allerdings nicht gänzlich den Modeeinflüssen entziehen, da diese in kleinen Teilen und zeitlich versetzt übernommen werden. Doch die schnell wechselnde Mode verdrängt die Tracht im Laufe der Zeit immer mehr und es bedarf Trachtenvereine, Trachtenerneuerungen und die Förderung durch Interessenten, wie dem Hause Wittelsbach, um die Tracht weiter zu erhalten.
Bis heute zeigt sich eine rege Begeisterung für das Tragen der Tracht und vor allem junge Leute lassen sie wieder neu aufleben. In Bayern wird sogar in der Politik durch das Motto „Laptop und Lederhose“ das beidseitige Interesse an Tradition und Fortschritt gezeigt. Denn in Bayern ist die Tracht, im Vergleich zu anderen Teilen Europas noch am meisten erhalten, was zeigt, wie besonders unsere Bayerische Tracht ist.